Tag der guten Nachbarschaft

Silvia Osterkorn-Lederer | 26.05.2021

Gute Nachbarschaft nicht nur bei den Pflanzen, © S. Osterkorn

Ich lebe mit Mann, Kind und Hund in einer Kleingartensiedlung – also räumlich gesehen recht eng mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn. Und: wir versuchen natürlich in die Kategorie „gute Nachbarn“ zu fallen 😉 – eine gute Nachbarschaft ist uns wichtig! Ehrlich gesagt war ich Anfangs echt skeptisch als wir umgezogen sind. Ich hatte so ein fest verankertes – nicht ganz superpositives 😉 – Bild von Kleingärten – ein klassisches Vorurteil halt. …. ABER: ich wurde recht schnell eines Besseren belehrt!

Wir sind eine richtig gute Gemeinschaft hier!

Unsere Siedlung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nach wie vor viele Grundstücke gibt auf denen klassische kleine Sommerhäuschen stehen – und wo die NachbarInnen die Gärten wirklich nur „während der Saison“ nutzen. Wir bezeichnen sie liebevoll als unsere „TeilzeitnachbarInnen“. Aber es sind auch mittlerweile ganz viele Grundstücke ganzjährig bewohnt – so wie bei uns eben auch. Hier sind vor allem auch viele jüngere Familien zu finden. Für uns perfekt, so gibt es für den Junior genügend SpielgefährtInnen 😉.

In den letzten Jahren hat sich zu vielen NachbarInnen auch ein sehr freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Man kann jederzeit fragen, wenn man mal Unterstützung und Hilfe braucht. Entlang von „unserem Weg“ gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen den Mamas und Papas. Es werden Kleidung, Spielzug und Co weitergegeben, geliehen, getauscht und verschenkt. So kamen wir beispielsweise zu einer kleinen Rutsche für den Garten und zu Unmengen an Sandspielzeug. 😉

Tauschen wird GROSS geschrieben, © S. Osterkorn

Aber auch darüber hinaus, kann man sich hier auf die Nachbarschaft verlassen!

Egal, ob man mal spontan einen Hundesitter braucht, jemand während des Urlaubs das Pflanzen gießen übernimmt, Jungpflanzerl und Stecklinge weitergeben möchte, sich mal eine Maschine oder ein Gartengerät ausleihen möchte oder man mal eine/n versierten HandwerkerIn braucht, der kurz bei Kleinigkeiten helfen kann. Hier ist echt alles kein Problem!

Die Parzelle direkt neben uns gehört einem älteren Ehepaar, das leider nicht mehr so gut zu Fuß ist. Daher haben sich einige von uns zusammengetan und wir mähen regelmäßig den Rasen und schauen, dass die wichtigsten Gartenarbeiten erledigt werden – so können die beiden Herrschaften nach wie vor vorbeikommen und „ihr Grün“ genießen, ohne sich um die teilweise doch recht anstrengenden Gartenarbeiten kümmern zu müssen. Sonst hätten die beiden den Pachtvertrag der Parzelle bereits kündigen müssen. Im Gegenzug kriegen wir immer mal wieder frisch geerntetes Obst, Spielzeug oder es fällt ein Leckerchen für den Hund ab. Und, es ist schön zu sehen, dass sie die Zeit im Garten so genießen können die Beiden.

Gute Nachbarschaft ist mehr als höfliches Grüßen.

Gegenseitige Rücksichtnahme, Verständnis und vor allem ein bisschen Nachbarschaftshilfe tun nicht Weh und haben äußerst positive Auswirkungen – sozialer und ökologischer Natur! 😊

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