Neue Ziele – alte Gewohnheiten
Christa Ruspeckhofer | 14.01.2020

„Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ – so ein altes Sprichwort. Gute Vorsätze für das neue Jahr –mehr Sport, weniger ungesundes Zeug essen, mehr Zeit mit der Familie oder mit Freunden, weniger Rauchen, mehr zu Fuß gehen oder als Pedalritter die Welt erobern, auf den 3. schwarzen Rollkragenpullover verzichten,….
Die Vorsätze sind sich jedes Jahr sehr ähnlich, meine auch: ein paar Kilo abnehmen, mehr bewegen, keine „Kleider-Schuhe-Taschen“-Frusteinkäufe,…. Nur das Gewohnheitstier in mir macht mir da gerne einen Strich durch die Rechnung. Aber ich bin nicht alleine, laut Statistik überleben nur etwas mehr als 20 Prozent der Neujahrsvorsätze die Zweimonatsgrenze.
Vielleicht auch deshalb, weil bis zu 50 Prozent unserer Handlungen aus Gewohnheit geschehen. Nicht ohne Grund, denn es entlastet uns sehr, wenn wir uns nicht jeden unserer täglichen Abläufe aufs Neue bewusst machen müssen. Wecker stellen, Zähne putzen, Kaffee mit oder ohne Milch, der Weg in die Arbeit, Geschirrspüler starten, Radfahren,…
Ein Leben auf Autopilot kann also meinen Alltag um vieles einfacher machen. Aber umso schwieriger, wenn es darum geht, alte Routinen zu ändern.
Es gibt jedoch ein bewährtes 8 Schritte Programm um Gewohnheiten umstellen – anbei eine Kurzversion: Gewohnheit erkennen, Trigger identifizieren, Alternative finden, Gewohnheit ersetzen, Erfolge belohnen, Verbündete suchen, Versuchungen meiden, Disziplin üben.
Uff, und dann 66 Tage durchhalten und dann hat man so was wie eine neue, „bessere“ Gewohnheit erschaffen. Klingt anstrengend, ist es auch ein bisschen – aber definitiv nicht unmöglich!
Mir helfen dabei kleine Nachrichten an mich selbst, an Spiegel, Kühlschrank, Haustür & Co geheftet, um meine ungeliebten Muster zu durchbrechen oder zu hinterfragen. Gerade bei meinen Frusteinkäufen merke ich – leider oft erst im Nachhinein – dass ich das Teil nicht wirklich brauche, sondern mich für ganz andere Dinge belohne oder tröste. Schuhe, statt Schokolade eben.
Brauche ich das wirklich?
Das ist wohl die wesentlichste Frage, wenn es um meine Frusteinkäufe geht. Und damit ich mir diese Frage besser verinnerlichen kann, hat meine genial kreative Kollegin Karin eine coole Anleitung zum nachhaltigen Shoppen gestaltet – meine neue ganz persönliche „Auf dem Spiegel“ -Gedächtnisstütze.

Und damit der Neujahrsvorsatz „keine Frusteinkäufe mehr“ die 66 Tage bis zum Verinnerlichen auch bei euch überlebt, freu ich mich, wenn sich diese Anleitung (auch als Anregung für Gäste, Family, etc.) auf vielen Spiegeln, Kühlschränken, Haustüren oder wo auch immer wiederfindet. Wäre doch gelacht, wenn wir das 2020 nicht hinbekommen… 🙂
Anleitung fürs nachhaltige Shoppen
Christina
15.01.2020, 19:13
Ja es ist immer das Gleiche mit den Vorsätzen. Schon seit einem Weilchen versuche ich mich immer zu fragen, brauche ich das wirklich und kaufe es erst dann, wenn ich nach 4 Wochen immer noch das Gefühl habe etwas wirklich zu wollen/brauchen.
Außer natürlich etwas ist „lebensnotwendig“ oder ich brauche etwas wirklich sofort.
Das hat mich in den letzten zwei – drei Monaten vor Fehlkäufen bewahrt und ich kann sagen die zwei Dinge die ich trotzdem gekauft habe, bereue ich auch nicht und ich habe sie regelmäßig in Verwendung.
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