SDG 2: Kein Hunger

Luise Steininger | 18.07.2018

„Kein Hunger“ ist das zweite, sehr ambitionierte Ziel der Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Wir kennen die Bilder und wir wissen die Fakten: Weltweit leiden noch immer 793 Millionen Menschen an Hunger. Trotzdem ist es schwer vorstellbar für uns. Für uns, die wir in einem Land leben, wo Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus keine Seltenheit sind und viele noch genießbare Lebensmittel einfach weggeschmissen werden.

So landen in Niederösterreich laut Müllanalysen jährlich pro Haushalt fast 90 kg vermeidbare Lebensmittel (original verpackte oder angebrochene Lebensmittel und Speisereste) im Restmüll und Bioabfall. Bei einem durchschnittlichen Lebensmittel-Kilopreis von € 2,98 entspricht dies 265 Euro, die pro Haushalt (2,37 Personen) jährlich weggeschmissen werden. Und jene verwertbaren Lebensmittel, die über Eigenkompostierung, Kanal oder ähnliches entsorgt bzw. verfüttert werden sind dabei noch gar nicht berücksichtigt!

Oft fehlen den Menschen das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Arbeit und den Ressourceneinsatz, die hinter der Lebensmittelproduktion stecken.


So viel noch verwertbare Lebensmittel werden von einer Familie mit 2 Erwachsenen und 1 Kind pro Monat im Restmüll entsorgt.

Was kann ICH persönlich nun tun, um zur Zielerreichung „Kein Hunger“ beizutragen?

Kleine Maßnahmen – große Wirkung!

  • Fair gehandelte Lebensmittel kaufen und damit den Produzenten/innen ein faires, zum Überleben ausreichendes Einkommen sichern.
  • Beim Gemüseanbau im eigenen Garten auf Sortenvielfalt achten und damit den Erhalt der genetischen Vielfalt unterstützen.
  • Projekte gegen Hunger finanziell unterstützen und damit die Anzahl unterernährter Personen weltweit reduzieren.
  • Lebensmittelreste verkochen anstatt sie zu entsorgen und damit Lebensmitteln die gebührende Wertschätzung gegenüberbringen.
  • Bei Veranstaltungen die angebotenen TafelBoxen verwenden und somit die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln reduzieren.
  • Beim Lebensmitteleinkauf auf die Aspekte regional, saisonal, biologisch und fair achten und damit auch bei der eigenen Ernährung nachhaltig agieren.
  • Ohne Hunger, aber mit Einkaufsliste einkaufen gehen und damit unnötige Käufe und Lebensmittelreste vermeiden.
  • Vor dem Einkaufen die Vorräte kontrollieren und damit Lebensmittelabfälle vermeiden.
  • Zu kochende Essensmenge auf Personenanzahl abstimmen und damit Reste vermeiden.
  • Abgelaufene Lebensmittel sensorisch (schauen, riechen, schmecken) auf Genießbarkeit prüfen und sie ev. doch essen, anstatt sie wegzuschmeißen und damit Lebensmittel im Müll vermeiden.

WIR TUN WAS

Was fällt EUCH noch ein, wie man zur Erreichung des Zieles „Kein Hunger“ aktiv werden kann? Schreibt es uns doch unten als Kommentar.

Zum Weiterlesen:

wir-leben-nachhaltig: SDG 2 – Kein Hunger

wir-leben-nachhaltig: Wertvolle Lebensmittel im Müll

wir-leben-nachhaltig: Brotreste verwerten

wir-leben-nachhaltig.blog: Nimm zwei, zahl eins und schmeiß eins weg!

wir-leben-nachhaltig.blog: Hunger und Überfluss – Welternährungstag 2016

wir-leben-nachhaltig.blog: Creative Cooking

So Schmeckt NÖ

Land NÖ, Lebensmittel im Abfall

Umweltverbände NÖ

Mutter Erde: Fakten zu Lebensmittelverschwendung

Forum Ernährung: Lebensmittel für den Müll?

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