3 simple Wege wie wir unsere Berge sauber halten können!

Christopher Perry | 12.09.2017

Der erste Schritt Richtung Berg ist zumeist der Aufregendste. „Was erwartet mich oben am Gipfel?“ oder „Zahlt sich die körperliche Anstrengung aus?“ sind Gedanken, die mir in den Kopf schießen. Aber nach einem erfolgreichem Aufstieg ist offensichtlich: „Ja, es zahlt sich aus.“ Wenn der klare Himmel mit seiner Aussicht auch den Kopf freimacht, ist ein Weitblick unumgänglich. Die einzige Sache, die dieses schöne Erlebnis trübt, ist der Abfall, der oftmals den Weg zum Gipfel pflastert.

Der Reiz am Wandern

Ich liebe das Wandern. Früher war es eher eine Hassliebe. Da meine Kondition sehr schlecht war, konnte mich nur der schöne Ausblick anspornen, mich weitere Höhenmeter auf den Berg zu quälen. Für mich ist Wandern mehr als nur Sport. Das Erkunden, das Zielerreichen, das Selbstvertrauen und die Erholung in der Natur sind viele Argumente, die mich immer wieder dazu verleiten, mich körperlich zu betätigen. Nach einer stressigen Woche kann ich mir oft nichts Schöneres vorstellen, als meinen Kopf durch das Wandern freizubekommen. Auch die Naturlandschaft trägt viel dazu bei. Ich finde nämlich, dass Berge eine große Ruhe ausstrahlen. Aus diesen Gründen finde ich auch, ist es besonders wichtig, auf die Erhaltung unserer Naturschätze zu achten.

Die Folgen des Wandertrends

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, sondern mittlerweile jedermanns Freude. Seitdem der rasante Alltag immer mehr zunimmt und das Gesundheitsbewusstsein stetig steigt, nimmt auch gefühlt die Zahl der Wanderer zu. Ich denke, die meisten von euch werden mir zustimmen, dass die Landschaft einer der Hauptgründe für das Bergsteigen ist. Besonders störend empfinde ich es dann, wenn auf dem Weg oder in einer Felsspalte beispielsweise eine Alu-Dose liegt. Betrachtet man die Abbauzeiten des Abfalls, der zurückgelassen wird, kann einem schon ein graues Haar wachsen. Eine Zigarette ist in ein paar Minuten geraucht und benötigt aber bis zu 5 Jahre, bis sie vollständig abgebaut wird. Der Kaugummi ebenso. Sogar das Taschentuch am Wegesrand braucht mehr als 3 Monate, bis es sich zersetzt. Plastikfolien brauchen dafür ein halbes Menschenleben (30-40 Jahre). Gleichzeitig hinterlässt Plastik noch in Form von Mikroplastik Spuren in unseren Gewässern und können auch in unseren Körper gelangen. Besonders grausam finde ich es auch, wenn Tiere wie Kühe oder Murmeltiere durch das Verschlucken von Metallteilchen sterben. Insbesondere die Wiederkäuer schlucken raue Mengen an Gras in kurzer Zeit. Wenn sich in der Wiese nun ein Metallteil oder eine Glasscherbe befindet, landet es im Magen der Tiere. Die Teile werden durch den Pansen immer tiefer in die Magenwand gepresst und rufen dadurch starke Verletzungen hervor. Dabei müsste diese Ungerechtigkeit gar nicht passieren.

3 Punkte zum Sauberhalten der Berge

  1. Sackerl für den Müll mitnehmen

Es klingt zwar ziemlich einfach, aber ich vergesse auch oft ein Behältnis mitzunehmen, wo ich meine Radler- Pfandflasche einpacken kann, ohne dass einige Tropfen meinen Rucksack in Alkohol tränken. Oft habe ich diese bittere Pille schlucken müssen, um nicht meinen Müll am Berg zu lassen.

  1. Sackerl vergessen gilt nicht als Ausrede!

Es gibt nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Rucksack mit den Überresten der Jause zu verschmutzen, sondern auch auf der Hütte um ein Sackerl zu bitten. Der Alpenverein hat sogar viele Hütten mit Maisstärkesackerl ausgestattet und ermöglicht es, den eigenen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.

  1. Initiative zeigen und auch fremden Müll mitnehmen

Wenn man selber keinen Müll zurücklässt, dann hat man schon einiges richtig gemacht. Aber es zahlt sich auch aus, fremden Abfall bei Gelegenheit einfach mitzunehmen und so einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Natur zu leisten. Und das habe ich mir auch vorgenommen, nämlich eine Lösung des Problems zu sein, wenn andere noch nicht daran denken, was mit dem Unrat alles angerichtet wird.

Im Sinne von schönen Wanderungen in der unberührten Natur ist es unsere Pflicht, die Berge sauber zu halten, um auch nachkommenden Generationen ein unvergleichliches Wandererlebnis zu sichern. Auf unvergessliche Wanderungen!

 

Kommentare

  • Anonymous

    12.09.2017, 8:59

    „Fremden“ Müll mitnehmen, finde ich eine gute Idee – aber das sollte nicht nur am Berg gelten, sondern überall wo man sich in der freien Natur beweg!

    Antworten
    • Christopher Perry

      13.09.2017, 11:20

      Danke für dein Kommentar. 🙂
      Ich gebe dir zu 100% Recht!

      Liebe Grüße
      Christopher

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