Mein Rad sicher und einfach abstellen

Gerald Franz | 06.04.2016

Wienerbügel

Wer kennt das nicht – man kommt mit seinem tollen, vielleicht sogar neuem Fahrrad ans Ziel, hat sich vielleicht ein super Fahrradschloss organisiert und kann es dann nirgendwo abstellen. Nichts ist ärgerlicher als sein Fahrrad an einem Verkehrszeichen, einem Gartenzaun oder einem schlechten Fahrradständer (sprich „Felgenmörder“) abstellen zu müssen.

Mir persönlich wurde bereits drei Mal ein Fahrrad gestohlen – fast immer im Zusammenhang mit einer nicht zufriedenstellenden Abstellsituation. Aber um nicht gleich vom Schlimmsten auszugehen – schlechte bzw. nicht vorhandene Abstellanlagen führen zu vielen lästigen Nebeneffekten.

Nicht nur dass das Rad weniger vor Diebstahl geschützt ist, bei den „Felgenkillern“ besteht die Gefahr sich die Felge zu zerstören, sprich zu verbiegen wie der Name schon sagt. Es reicht ein Stoß und alle Räder am Ständer fallen um.

Foto:  © M. Maxian, eNu

Felgenkiller

Aber auch der Zugang zum Radständer ist essentiell – wer nicht richtig dazu kommt bzw. wenn die Anlage vor „Fahrradleichen“ sprich Altfahrrädern strotzt, macht sich schnell schmutzig – besonders ärgerlich wenn man mit dem Rad in die Arbeit fährt. Ein weiterer Aspekt der in dem Zusammenhang erwähnt werden sollte – Überdachungen schützen das Rad nicht nur vor widrigem Wetter, sie halten auch den Sattel in einem Maße trocken, wie es Sattelschützer niemals schaffen würden.

Gerade an Bahnhöfen ist der Standort der Abstellanlage entscheidend, niemand will sein Rad im letzten Winkel, vielleicht noch mit Umwegen verbunden und des Nächtens abgeben und holen. Wer ein wirklich tolles Fahrrad besitzt, ein E-Bike zum Beispiel, ist froh über das Angebot von Fahrradboxen und anderen sicheren versperrbaren Verwahrungsräumen, auch wenn dafür eventuelle Entgelte verlangt werden.

Foto: © M. Maxian, eNu

Fahrradbox

In Städten und Gemeinden spielt der Zustand und die Verfügbarkeit von Radinfrastruktur eine gewichtige Rolle aber auch der ruhende Verkehr also das Abstellen von Fahrräder sollte stärker in den Fokus der Entscheidungsträger gelangen. Dies ist meist nicht mit horrenden Kosten verbunden, sondern mehr eine Frage des Willens. Ein klassischer „Wiener Bügel“ ermöglicht sicheres Absperren am Rahmen, ist einfach zu bedienen und dabei platzsparender als andere Konstruktionen.

Ich bin mir sicher, wenn es mehr und bessere Abstellmöglichkeiten gäbe (das gilt auch für Schulen und Krankenhäuser zum Beispiel), würden im Alltag beträchtlich mehr Wege mit dem Fahrrad zurück gelegt werden.

Kommentare

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    Peter

    13.04.2016, 20:07

    Die Felgenkiller sind wirklich ein Sch…, leider findet man immer noch solch Radständer, vor allem bei Supermärkten etc.

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