Mach das Licht aus!

Daniela Capano | 17.03.2016

Jahresstromverbrauch in Österreich nach Haushalten

Wenn uns die Earth Hour eines gezeigt hat, dann dass Dunkelheit auch schön sein kann. Am 19. März von 20:30-21:30 Uhr werden wieder 170 Länder auf allen Kontinenten ihre Stadtlichter ausschalten, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Auch Privatpersonen machen mit und drehen die Lichter aus. Ich finde es immer sehr faszinierend, wenn die Lichter ausgehen und man plötzlich den Sternenhimmel wieder entdeckt. So viele Sterne am Himmel werden sichtbar, die wir vorher mit all dem Licht in der Stadt einfach nicht mehr bemerkten.

Ich möchte aber nicht gegen das Licht im generellen Urteilen. Die Beleuchtung hat viele gute Seiten: Sie gibt uns Sicherheit im Dunkeln, sie macht uns unabhängig von den Tageszeiten – seien wir ehrlich, ohne Licht würden gerade in der Winterzeit viele Arbeiten nicht mehr in diesem Umfang möglich sein. Ich selbst müsste auf sämtliche Basteleien verzichten 🙂 . Licht ist aber auch eine Ressource, mit der wir bewusst umgehen sollen.

Energiesparen für Single-Haushalte

Als ich vor zwei Jahren in meine kleine Wohnung gezogen bin habe ich mir schon viele Gedanken gemacht, wie ich mit Licht, Strom und Co sorgsam umgehen kann. Man kann sagen, dass ich geradezu immer darauf schaue, dass das Licht nicht brennt, wenn ich einen Raum verlasse. Dass ich alle Steckerleisten ausschalte, wenn Geräte nicht gebraucht werden bzw. am Abend vor dem Schlafen gehen. Da mache ich immer meine Runden durch meine Wohnung um zu schauen, ob ja nichts unnötig aufleuchtet. Auch wenn ich Besuch von Freunden habe bin ich immer daran, in der Wohnung herumzurennen und alle unnötigen Beleuchtungen auszuschalten – da bin ich etwas eigen, ich gebe es zu!

Aber es zahlt sich aus! Meine Recherchen haben mir bestätigt: Ich bin sparsam!

Meine Jahresverbrauch!

Mein Jahresverbrauch!

Während ein durchschnittlicher Singlehaushalt in Österreich zwischen 1.200 und 1.700 kWh (Medianwerte aus dem Strom- und Gastagebuch 2012 der Statistik Austria) verbraucht, zeigte meine Stromrechnung 2014 einen Jahresstromverbrauch von 779 kWh. Natürlich bin ich nicht immer zu Hause und habe eine kleine Wohnung – alles Faktoren, die einen niedrigen Stromverbrauch fördern. Aber auch mein Verhalten leistet einen Beitrag.

Ich bin mir sicher! Warum?

Vor zwei Jahren startete die eNu mit der Initiative Energiebewegung. Die Energiebewegung zeigt einfache, leicht umsetzbare Beispiele zum Energiesparen auf und sammelt eingereichte Energieprojekte von „EnergiebotschafterInnen“ auf ihrer Webseite. Auch ich wurde zur Energiebotschafterin und führte mein persönliches Energieprojekt durch: Ich setzte meine Wohnung ins neue Licht!

Ich investierte 20 Euro und ersetzte meine letzten 5 gewöhnlichen Lampen durch LED-Lampen. Und es hat sich gelohnt: Meine Jahresabrechnung 2015 zeigt: Ich habe 2015 nur mehr 696 kWh verbraucht. Das ist eine Ersparnis von 83 kWh bzw. ca. 15 Euro. Ich habe somit die 20 Euro, die ich investiert habe fast in diesem Jahr wieder zurückbekommen. Da habe ich sowohl für mich, als auch für alle Strom eingespart. Das macht mich natürlich froh.

Und was ist euer Energieprojekt? Ich wünsche euch viel Spaß beim Energiesparen!

Kommentare

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    Karo M.

    23.03.2016, 16:34

    Hallo Daniela, danke für deine Antwort, hast meine absolute Zustimmung. Ich glaube aber, gerade in solchen Mietskasernen mit Heizkostenpauschale (und ich vermute mal nicht besonders effizienten Heizanlagen, ist ein unsanierter 70er Bau), müsste vor allem das Bewusstsein aller BewohnerInnen für die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung erhöht werden – selbstverständlich nicht nur aus ökonomischen Gründen, sondern auch aus Klimaschutz- und Ressourcenschonungsgründen. Vielleicht spreche ich mal mit der Hausverwaltung über dieses Thema -eventuell gibts ja diesbezüglich mal einen Aushang, der darauf hinweist und nicht immer nur solche, die auf die „dafür vorgesehenen Fahrradabstellplätze“ verweisen. Liebe Grüße aus Tirol, Karo.

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    • Daniela Capano

      23.03.2016, 16:44

      Hallo Karo, das finde ich eine super Idee. Gib uns Bescheid ob es funktioniert hat, deine Hausgemeinschaft zu mobilisieren. Liebe Grüße.

  • Daniela Capano

    23.03.2016, 12:16

    Hallo! Ich finde Effizienzsteigerung, Verhaltensänderung sowie Änderungen rechtlicher, technischer und baulicher Voraussetzungen müssen sowohl beim Strom- als auch beim Heizenergie sparen Hand in Hand gehen. Dabei ist mir besonders wichtig, was ich selbst tun kann. Unsere Verhaltensänderung bewirkt vielleicht nicht auf Anhieb eine riesige Einsparung, aber wie heißt es so schön: Steter Tropfen…:)

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    Karo M.

    22.03.2016, 20:45

    Bin nach und nach auch auf die LED Lampen umgestiegen. Zum Glück sind sie inzwischen erschwinglich. Vor ein paar Jahren war das noch ganz anders und da hat man beim Lampenkauf mnachmal schon ganz schön geschluckt. Gut finde ich, dass mein Energieanbieter (Tirol) derzeit seinen Kundinnen, den Haushalten je zwei LED Lampen schenkt und so auch zum Energiesparen in beiträgt. Ansetzen müsste man allerings nicht nur beim Licht, sondern auch im Wärmebereich. Wohne in einem Mietshaus mit sehr vielen Wohnungen. Die Heizkosten sind als Pauschale in die Betriebskosten inkludiert. Manche Menschen sehen in so einer Situation leider keinen Anreiz zum Energiesparen und verbringen den Winter ganz selbstverständlich bei sommerlichen 25 Grad in der Wohnung. Sie haben ja eh dafür bezahlt. Auch wenn die Heizperiode fast schon um ist, stimmt mich das trotzdem gerade etwas nachdenklich.

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    Rosi Steger

    20.03.2016, 19:44

    Das stimmt
    Licht ist für uns so selbstverständlich dabei sollten wir uns schon öfter mal bewusst machen dass es das nicht ist. Ich habe auch in sparlampen investiert und versuche Licht nicht unnötig brennen zu lassen. Und die Sterne in der Stadt vermisse ich auch!!!

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