Salz auf unserer Haut….

Silvia Osterkorn-Lederer | 13.01.2016

Wir genießen den Schnee – komm schon Frauchen, schieß uns noch einen Schneeball!!!!
Wir genießen den Schnee – komm schon Frauchen, schieß uns noch einen Schneeball!!!!

Nun ist er doch da – der Winter! Meine Hundemädels sind meistens außer Rand und Band vor lauter Freude über den Schnee….doch es gibt auch diese Momente wo sie so gar nicht happy und gut gelaunt sind….nämlich am Weg von der Wohnung zur Hundewiese….denn genau der macht meinen beiden Hunden wirklich zu schaffen….Warum? Weil er Schmerzen verursacht!

An manchen Tagen ist es so, dass ich selbst nicht weiß ob ich auf einem verschneiten Gehsteig unterwegs bin oder auf einer Bahn aus Salz dahinstapfe…und ich trage dabei Schuhe! Mir macht das Salz also recht wenig aus. Doch meine Mädels sind ja barfuß unterwegs….und es kommt häufig vor, dass sie humpeln oder teilweise sogar das Weitergehen komplett verweigern, weil sie durch das Salz Schmerzen an den Pfoten haben….

Gesalzene Nachteile

Mir ist klar, dass die Sicherheit von uns Menschen an oberster Stelle steht, aber müssen denn wirklich immer solche Unmengen an Salz auf den Gehsteigen landen? Manche Leute verzichten mittlerweile komplett auf das Schneeschaufeln und kippen stattdessen kiloweise Salz auf den Gehsteig….und darunter leidet dann die Natur, Bäume nehmen Schaden, Grundwasser und Gewässer werden belastet und auch Tierpfoten werden angegriffen! Streumittel sollten sparsam und möglichst gezielt eingesetzt werden. Meist reicht es schon mit Besen und Schaufel zu räumen. Was man bei Glatteis noch machen kann, gibt’s auf www.wir-leben-nachhaltig.at nachzulesen.

Hundepfoten werden stark in Mitleidenschaft gezogen

Hundepfoten machen im Winter ganz schön was mit: extreme Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen, vereister und harter Boden, scharfer Rollsplit auf den Gehwegen und auch noch Salz, dass sich bei den Spaziergängen seinen Weg zur empfindlichen Haut zwischen den Zehen sucht und Schmerzen verursacht. Was hier dabei passiert ist recht leicht erklärt: Hundepfoten sind an den Ballen und zwischen den Zehen sehr empfindlich. Durch den Rollsplit und das Salz entstehen kleine Verletzungen in der Haut, die Salzlake dringt in diese kleinen Risse ein. So werden die Pfoten noch rissiger, im schlimmsten Fall kommt es zu Entzündungen und wenn das Salz an den Pfoten trocknet, entzieht es der Haut Feuchtigkeit.

Wenn ich also mit meinen Doggies auf dem Weg zur Hundewiese bin, versuche ich nach Möglichkeit Wege und Straßen mit aggressivem Streusalz zu meiden – geht aber halt leider nicht immer und überall. Wenn Manja oder Kathy beginnen zu humpeln, versuche ich die betroffene Pfote mal vorsichtig mit etwas Schnee zu reinigen…meistens hilft das schon als erste Notfallmaßnahme! Grundsätzlich versuche ich es aber meistens mit Prävention: heißt in meinem Fall, dass ich die langen Haare zwischen den Zehen vorsichtig kürze und den Hundepfoten vor dem rausgehen eine Portion Pfotenschutzcreme bzw. Talg (Hirschtalg, Melkfett, usw.) verpasse. Die Creme sollte allerdings sparsam verwendet werden, weil sonst vor allem auf Fliesen oder ähnlichen glatten Böden erhöhte Rutschgefahr besteht……und glaubt mir, wenn sich die Mädels auf den Spaziergang freuen, geht’s richtig rund….da wird gewedelt und vor Begeisterung gesprungen – da ist ausreichend Bodenhaftung nötig. Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch die Möglichkeit von Hundeschuhen erwähnen – die gibt’s in der Tierhandlung und/oder bei TierärtzInnen zu erstehen….sind für empfindliche Hundepfötchen super geeignet und in diversesten Größen erhältlich – bei uns allerdings nicht im Einsatz.

Wer bist denn du?

Wer bist denn du?

Unser Frauchen als Fußpflegerin

Und nach einem Winterspaziergang haben meine beiden Hundenasen immer die Ehre sich bei Frauchen zur Mani- und Pediküre zu melden. Die Pfoten werden sorgfältig mit lauwarmem Wasser von Matsch, Steinchen und Salz gereinigt. Wenn die Mädels bereits stark rissige Ballen haben verwende ich dazu auch manchmal Kamillen- oder Käsepappeltee. Danach werden die Pfoten vorsichtig aber gründlich mit einem Handtuch abgetrocknet und mit Ringelblumensalbe eingecremt. Vor allem Manja steht auf die Ringelblumensalbe – hier muss ich dann immer noch ein Auge drauf haben, dass sie nicht vor lauter Begeisterung die Salbe wieder ableckt. Die Tatsache, dass die Mädels sich das Fußpflegeprozedere so brav und bereitwillig gefallen lassen, beweist mir, dass ihnen das Salz wirklich zu schaffen macht –> denn im Normalfall zählen meine Beiden eher nicht zu den geduldigsten Vierbeinern 😉

Hundepfoten können Risse und kleine Verletzungen aufweisen in die das Salz eindringen kann.

Hundepfoten können Risse und kleine Verletzungen aufweisen in die das Salz eindringen kann.

Kommentare

  • Silvia Osterkorn

    18.01.2016, 9:30

    Hallo Ulrike, oh ja Spaniels habens mit den längeren Haaren ja noch schwerer….da habt ihr mein vollstes Mitleid. Aber nach der Pediküre vom Frauchen und einem Leckerbissen geht’s einem ja meistens gleich viiiiieeeel besser 😉 … alles Liebe dir und deinem Wauzerl.

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    Ulrike

    15.01.2016, 18:25

    Unser Spaniel hat auch oft Eis und Schnee zwischen den Zehen, weil sich im Fell richtige Eisklumpen gebildet haben. Da will er gar nicht mehr weiter vor Schmerzen. Und wenn dann auf der Straße auch noch Salz in die aufgerieben Pfoten kommt, muss ich ihn dann oft die letzten Meter zurück tragen. Bei einem kleinen Hund geht das noch…
    Zuhause mit warmen Wasser die Pfoten dann vorsichtig abduschen und mit Salbe einreiben. Dann ist aber schlafen angesagt, nach einem kleinen Häppchen 😁

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